Brotpfad

Gewerbeverband verabschiedet Thesen zur Dorf- und Stadtkernentwicklung

Lebendige Dorf- und Stadtkerne als Ziel

26.11.2018

AGV. Der Aargauische Gewerbeverband (AGV) stellt fest, dass die Dorf- und Stadtkerne zunehmend verkümmern. Mit dem Strukturwandel, dem Rückzug und der Verdrängung von Detaillisten, Gastrobetrieben, Handwerkern und Gewerbebetrieben aller Art aus den Ortsmitten, entstehen «Geisterstädte». Viele Liegenschaften zerfallen und stehen leer. Die meisten Kernzonen sind zu gross. Den bauwilligen Liegenschaftseigentümern werden übermässige Auflagen verordnet, was zu einer Bauverhinderung führt oder eine zeitgemässe Erneuerung verunmöglicht. Persönliche Eigeninteressen stehen öfters einer mehrheitsfähigen Gesamtlösung entgegen. Das Gewerbe leidet unter der aktuellen Entwicklung.

 

Als Reaktion auf diese aus Gewerbe- und Siedlungssicht negative Situation hat der AGV ein Thesenpapier erarbeitet. Ziel ist, dass wieder vermehrt lebendige Dorf- und Stadtkerne entstehen. Das Thesenpapier richtet sich an Gewerbevereine, Behörden und Verwaltungen, Hauseigentümer, aber auch an die Bevölkerung. Klar ist, dass nur gemeinsam, unter Zusammenführung der Interessengruppen, Verbesserungen erzielt werden können. Dabei müssen sich die lokalen und regionalen Gewerbevereine aktiv einbringen. 

 

Es ist höchste Zeit, dass ein Umdenken in der Nutzung von Altliegenschaften und vom öffentlichen Raum in den Dorf- und Stadtkernen erfolgt. Der AGV ist überzeugt, dass unter Beachtung der vorerwähnten Thesen eine Belebung der Dorf- und Stadtkerne möglich wird. Der AGV wird die Entwicklung weiter beobachten und sich auf politischer Ebene zu diesem wichtigen Anliegen einbringen.

 

Thesenpapier (PDF)